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Festliches Mittagessen in Schloss Biebrich anläßlich der Luxemburger Nationalfeier am 28. Juni 2015
V.l.n.r.: LFRM-Präsidentin Elise Fink-Weydert, Honorarkonsul Dr. Fritz Becker, Frau Ingrid Becker, LFRM-Vizepräsident Jean-Paul Théato (Foto: Karl-Heinz Fink)
Luxemburger Nationalfeier in Wiesbaden-Biebrich

Unter der Regie der neu gewählten Präsidentin Elise Fink-Weydert beging der Luxemburger-Freundeskreis Rhein-Main e.V. (LFRM) am Sonntag, den 28. Juni 2015 in Wiesbaden-Biebrich den Luxemburger Nationalfeiertag.

Der Tag begann um 11.00 Uhr mit einer feierlichen Eucharistiefeier in der St. Marien-Kirche in Wiesbaden-Biebrich, in welcher auch die uns vom Luxemburger Kulturministerium geschenkte Statue der „Consolatrix afflictorum“ beheimatet ist. Dieser feierliche Gottesdienst wurde auf Anregung von Gemeinde-Pfarrer Knud Schmitt gemeinsam mit unserem Vize-Präsidenten Jean-Paul Théato und dem Organisten Wolfgang Nickel gestaltet. Am Ende der Messe sang Jean-Paul Théato das Oktavlied „Wie unsere Väter flehten“, wobei der vor dem Gottesdienst geprobte Refrain „Maria voll der Gnaden, schirm uns und schirm das Land“ mit allen Gottesdienstbesuchern gemeinsam gesungen wurde. Anschließend wurde noch die 4. Strophe der Heemecht „O du do uewen, dem seng Hand“ gesungen.

Um 12.30 Uhr versammelten sich viele Luxemburger mit dem Luxemburger Honorarkonsul Dr. Fritz Becker am „Nassauischen Landesdenkmal“ in der Biebricher Allee zur Kranzniederlegung. Wie in den vergangenen Jahren, waren unter der Leitung von Hauptmann Jörg Schönwetter acht Gardisten der Weilburger Bürgergarde angetreten und gaben der von der Präsidentin durchgeführten Kranzniederlegung einen feierlichen Rahmen. Der große Buchsbaumkranz war in den Nationalfarben mit roten und weißen Rosen sowie blauen Blumen geschmückt.

Gegen 13.00 Uhr wurden die angemeldeten Teilnehmer zu einem Sektempfang auf der rheinseitigen Terrasse des ehemals herzoglich-nassauischen und großherzoglich-luxemburgischen Residenzschlosses Biebrich geladen. Danach fand in den historischen Räumen des Schlosses Biebrich das auf Einladung des Luxemburger-Freundeskreises für die anwesenden Mitglieder und Ehrengäste veranstaltete Festessen statt. Die 31 Teilnehmer begaben sich in den Säulensaal des Schlosses, wo ein U-förmiger, sehr schön mit Rosen dekorierter Tisch und ein mit der Nationalfahne geschmücktes Porträt des Großherzogs Henri aufgestellt waren. Präsidentin Elise Fink-Weydert begrüßte die Anwesenden, nachdem diese Platz genommen hatten, mit folgender Ansprache:

„Léif Memberen, liebe Ehrengäste, jetzt wo Sie alle Platz genommen haben, möchte ich es nicht versäumen, ganz herzlich unseren Konsul Dr. Becker und Gattin zu begrüßen. Herr Dr. Becker, Sie haben es sich in all den Jahren nicht nehmen lassen diese Termin in Ihrem Kalender einzutragen, und verleihen durch Ihre Anwesenheit unserer Nationalfeier einen würdigen Rahmen. Ebenso möchte ich die Weilburger Bürgergarde mit Herrn Hauptmann Schönwetter begrüßen. Ihre Präsenz, acht herrliche Gardisten am Denkmal, das ist einfach großherzoglich, und es wundert mich immer wieder, dass es nicht zu einem Verkehrsstau auf der Biebricher Allee kommt, wenn sie so Uniform vor dem Denkmal stehen.

„Es freut mich auch, Herrn Pfarrer Schmitt in unserer royalen Runde begrüßen zu dürfen. Herr Pfarrer, Sie haben in Begleitung mit Jean-Paul Théato einen sehr schönen Gottesdienst zelebriert. Auch begrüße ich alle weiteren Ehrengäste sowie insbesondere unsere heute doch zahlreich erschienen Mitglieder und möchte dabei die Gelegenheit ergreifen, unserem Ehrenpräsident Pierre Even, welcher leider heute nicht bei uns sein kann, zu danken. Pierre stand mir bei der Vorbereitung dieser Feier nicht nur mit Rat, sondern, was noch wichtiger, mit Tat zur Seite. Er weilt in Luxemburg, wo ein von ihm komponiertes Werke uraufgeführt wird.

„Ich möchte nicht versäumen, aus dem Brief, den mir unser Botschafter Herr Georges Santer geschrieben hat, vorzulesen: Sehr geehrte Frau Präsidentin, sehr geehrte Frau Fink-Weydert, für Ihre Einladung zur diesjährigen Feier des luxemburgischen Nationalfeiertages, die Sie am 28.Juni in Wiesbaden- Biebrich ausrichten, danke ich Ihnen herzlich. Wegen anderweitiger Verpflichtungen am Wochenende des 27.-28. Juni 2015 wird es mir leider nicht möglich sein, dieses Jahr zu den Feierlichkeiten nach Hessen zu kommen. Ich erinnere mich noch gern an die Feierlichkeiten zu Nationalfest 2014 in Weilburg. Ich möchte diese Gelegenheit nutzen, Ihnen, dem Vorstand und allen Mitgliedern ein schönes und geselliges Nationalfest zu wünschen. Ich freue mich auf ein Wiedersehen spätestens im nächsten Jahr. Mit freundlichen Grüßen, Ihr Georges Santer

„Ich wünsche uns allen ein angenehmes Zusammensein und möchte Sie bitten, nachher unser Glückwunschschreiben an den Großherzog zu unterzeichnen, aber jetzt sich zu Ehren SKH des Großherzogs, dessen offiziellen Geburtstag wir heute feiern, von den Plätzen zu erheben und auf sein Wohl zu trinken. – Ein dreifaches Vive auf den Großherzog, die großherzogliche Familie und unsere Heemecht!“

Nachdem alle geladenen Gäste das dreifache „Vive“ wiederholt hatten, ergriff Honorarkonsul Dr. Fritz Becker das Wort und dankte den Verantwortlichen für die würdige Gestaltung der Feierlichkeit. Danach referierte der Wiesbadener Historiker Dr. Rolf Faber kurz über die historischen Hintergründe des Herzogtums Nassau und wies darauf hin, dass dank unseres Ehrenpräsidenten Dr. Dr. Dante Bernabei heute in Wiesbaden das erste europäische Denkmal steht. Denn auf seine Initiative hin wurde das Landesdenkmal des nassauischen Herzogs Adolph ergänzt mit dem Zusatz "Großherzog von Luxemburg 1890-1905". Ein weiteres Grußwort sprach der Vorsitzende der „Arbeitsgemeinschaft Biebricher Vereine und Verbände“ Herr Günter Noerpel.

Das dreigängige Menu des Festessens wurde wie folgt serviert: zum Entrée gab es frische Salate vom Markt in Balsamico-Honig-Vinaigrette, dazu Elsässer Flammkuchen aus dem Steinofen. Als „Plat principal“ standen drei verschiedene Gerichte zur Auswahl: 1. Schweinerückensteak mit Bärlauch-Kartoffelstampf und gebratenen Waldpilzen, oder 2. Lachs auf Senf-Dill-Risotto mit Kapern-Tomaten-Ragout, oder 3. vegetarisch: Mediterrane Gnocchi-Pfanne mit Parmesan. Als Dessert wurde Passionsfruchtsorbet auf Obstsalat gereicht.

Zum Schluss unterzeichneten alle Anwesenden folgendes von der Präsidentin vorbereitete Glückwunschschreiben an den Großherzog und die großherzogliche Familie: „Königliche Hoheit, mit unserem Luxemburger Konsul Dr. Fritz Becker, der Weilburger Bürgergarde und den Mitgliedern des Luxemburger-Freundeskreises begehen wir heute den Nationalfeiertag und offiziellen Geburtstag Eurer Königlichen Hoheit im Schloss zu Biebrich. Wir haben Eure Königliche Hoheit, die Großherzogliche Familie und die Luxemburger Heimat mit einem Glas Champagner hochleben lassen: Vive de Grand-Duc, Vive d’Grande-Duchesse, Vive d’Groussherzoglech Famill, Vive eis Heemecht!“

Nach dem hervorragenden Déjeuner klang dieser „von Sonne gekrönte“ Feiertag fern unserer Heimat Luxemburgs aus.

Jean-Paul Mathias Théato / Red.



Hintergrundmusik: Pierre Pütz (1849-1913): Les six Princesses. Polka pour Cornet à Pistons (1904), bearbeitet für Holzbläserquartett von Pierre Even - Holzbläserquartett der Wiesbadener Musikakademie (Wiesbaden 2008)


 

Luxemburger-Freundeskreis Rhein-Main e.V. | info@letzebuerg.de