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Konzert des "ensemble metafora" aus Luxemburg anläßlich der Luxemburger Nationalfeier des LFRM am 27. Juni 2010 in Königstein im Taunus
V.l.n.r.: Jehanne Strepenne, Violine; Nadine Eder, Querflöte; Borbála Janitsek, Violoncello (Photo: Karl-Heinz Fink)
Luxemburger Nationalfeier in Königstein im Taunus

Hundertjahrfeier des Großherzog/Herzog Adolph-Denkmals
General-Aumônier Nicolas Wenner zelebrierte das Hochamt
Hochkarätiges Kammerkonzert des "ensemble metafora"

Am Sonntag dem 27. Juni 2010 beging der Luxemburger Freundeskreis Rhein-Main (LFRM) den traditionellen Nationalfeiertag bei strahlendem Wetter in Königstein im Taunus. Zahlreiche Mitglieder und Königsteiner sowie hohe Gäste aus Luxemburg, darunter Maire-Deputé Fernand Diederich aus Colmar-Berg als persönlicher Repräsentant von Kammerpräsident Laurent Mosar, versammelten sich zunächst am Großherzog Adolph-Monument, das vor hundert Jahren enthüllt wurde. Die feierliche Kranzniederlegung wurde musikalisch umrahmt vom Fanfarencorps Königstein und mit dem Absingen der „Heemecht“ beendet.

In der vollbesetzten Pfarrkirche St. Marien konzelebrierten General-Aumônier Nicolas Wenner und Kaplan Simon Schade das festliche Hochamt; Abbé Wenner beeindruckte durch seine gedankenvolle Predigt über das Tagesevangelium von der Nachfolge Christi. LFRM-Vizepräsident Jean-Paul Théato sprach die Fürbitten für die großherzogliche Familie und das Luxemburger Land.

In der akademischen Feier im Katholischen Gemeindezentrum begrüßte der Luxemburger Honorarkonsul Dr. Fritz Becker die zahlreichen Teilnehmer und gab seiner Genugtuung über das besondere Engagement des LFRM für die Luxemburger im Rhein-Main-Gebiet Ausdruck. Député-Maire Fernand Diederich wies auf die langjährige Tradition der Präsenz der Luxemburger Abgeordnetenkammer zu den Nationalfesten des LFRM hin. Bürgermeister Leonhard Hild freute sich über die regelmäßigen Besuche der Luxemburger im Rhein-Main-Gebiet in der alten nassauischen Residenz Königstein.

Das anschließende Konzert des Luxemburger Ensemble Metafora mit Nadine Eder, Querflöte, Jehanne Strepenne, Violine, und Borbála Janitsek, Violoncello, war zweifellos der Höhepunkt der Feier. Mit hoher Musikalität und perfekter Interpretation spielten die Künstler Trios von Joseph Haydn, Pierre Even, Carl Stamitz und Knudåge Riisager. Das mit langanhaltendem Applaus bedachte Konzert klang nach den Dankesworten von LFRM-Präsident Pierre Even und der „Heemecht“ aus mit einem vom Honorarkonsul gegebenen Empfang, der von allen Teilnehmern zu anregenden Gesprächen und zu einem Glückwunschtelegramm an das großherzogliche Paar genutzt wurde.
         

Die Künstlerinnen des Kammerkonzerts

„ensemble metafora“

Das Wort ‚metafora’ geht auf das griechische ‚metaphorein’ zurück, das ‚anderswohin tragen’ bedeutet. Metafora (ital., span.), metaphora (griech.), Metapher (dt.), image (frz.), metaphor (engl.) bezeichnet ein poetisches Sprachbild, das entsteht, wenn ein Wort aus einem Bedeutungsbereich mit einem Wort aus einem anderen zusammen gebracht wird. Auf die Musik übertragen entsteht so ein Klangbild, das neue auditive Wahrnehmungen ermöglicht.

Im heutigen Griechenland werden die öffentlichen Verkehrsmittel metaphora genannt. Sie bringen Menschen von einem Ort zum anderen und lassen Begegnungen entstehen. Auch Musik und Lyrik können solche Verbindungen sein und Menschen zueinander tragen – über die Grenzen zwischen den Zeiten und Orten hinweg zu einem neuen Europa.

Nadine Eder - Querflöte

Nadine Eder studierte Querflöte am Konservatorium Luxemburg, am Königlichen Konservatorium Mons (Belgien) bei Prof. André Noiret und Vincent Cortvrint, sowie an der Hochschule für Musik Köln (Deutschland) in der Klasse von Prof. Robert Winn und Thaddeus Watson. Weitere Impulse erhielt sie bei Meisterkursen mit Aurèle Nicolet, Patrick Gallois, Philippe Bernold u. a.

Von 1992 bis 2000 war sie Mitglied im "European Union Youth Orchestra", Soloflötistin der "Schleswig-Holstein Orchesterakademie" und der "Académie de l’Ensemble Intercontemporain" in Paris. Sie spielte unter namhaften Dirigenten wie Bernard Haitink, Mstislaw Rostropovitsch, Vladimir Ashkenazy, Sir Colin Davis, Edo de Waart, David Robertson, Dmitrij Kitajenko, Donald Runnicles und Peter Ruzicka.

Sie ist Mitglied des Ensembles für zeitgenössische Musik "Luxembourg Sinfonietta" und des Kammerorchesters "Estro Armonico". Als Solistin und Kammermusikerin gibt sie Konzerte in Europa, China und Südamerika.

2008 gründete Nadine Eder das "ensemble metafora". Schwerpunkt des Ensembles ist die Verbindung von zeitgenössischer Musik mit Literatur und Lyrik. In Zusammenarbeit mit der Autorin und Theologin Dr. Ulrike Bail entstanden so mehrere Projekte.

Nadine Eder unterrichtet Querflöte und Kammermusik an der Musikschule Echternach, Luxemburg. Von 2009 bis 2010 war sie Präsidentin der LGNM , der "Luxemburger Gesellschaft für Neue Musik".

Jehanne Stepenne – Violine

Jehanne Stepenne begann bei Jacqueline Zimmer und André Cornet Geige zu spielen. Ab 1999 studierte sie Violine am Musikkonservatorium in Metz und Paris bei Prof. Miroslav Roussine, von 2001-2007 am Musikkonservatorium in Moskau bei Prof. Igor Frolov, von 2007-2009 bei Anna Netcheporok in Lübeck, Deutschland und am Musikkonservatorium in Mons, Belgien bei Daniel Rubenstein.

Sie perfektionierte ihr Spiel in Meisterklassen bei J. P. Wallez, J. Lenert, S. Kravtchenko, Ph. Koch, N. Lominadze, Jaap Schroeder, Jerrold Rubenstein, Joshua Epstein und wurde bei mehreren Wettbewerben ausgezeichnet (Jeune Musicien, Belgique, 1998; Axion Classics, Belgique, 1998; Albert Lebrun, France, 1998; Open Europe Festival Competition, Moscou, 2005).

Zurzeit unterrichtet Jehanne Strepenne an der Musikschule Longwy (Frankreich) und an der Privatschule „Les petits violons“ in Ethe (Belgien). Sie ist Mitglied des Ensembles für zeitgenössige Musik "Luxembourg Sinfonietta", des Kammerorchesters "Estro Armonico" und Konzertmeisterin des neugegründeten „Orchestre Philharmonique Transfrontalier“. Als Solistin und Kammermusikerin gibt sie Konzerte im In- und Ausland.

Borbála Janitsek – Violoncello

Borbála Janitsek entdeckte dank ihres musikalischen Elternhauses schon als Kind die Welt der Musik. Sie studierte Cello an der Musikakademie Gheorge Dima bei Prof. Ilse Herbert und war Mitglied im Philharmonischen Orchester von Cluj/Rumänien. Sie perfektionierte ihr Spiel am Musikkonservatorium der Stadt Luxemburg bei Prof. Claude Giampellegrini und am Musikkonservatorium in Maastricht bei Prof. Mirel Lancovici.

Borbála Janitsek nahm an Meisterkursen renommierter Cellisten teil wie Reiner Zipperling, Claus Kanngiesser, Michel Strauß, Yvonne Timoianu, Xaver Philips und Diana Ligeti. Sie war 2000 und 2002 Mitglied im Kammer- ensemble des Echternacher Festivals. An der Bachakademie nahm sie zwei Jahre lang teil.

Sie ist Mitglied des Ensembles für zeitgenössige Musik "Luxembourg Sinfonietta", des Orchesters der Lehrkräfte des Musikkonservatoriums der Stadt Luxemburg und des Kammerorchesters "Estro Armonico". Als Solistin und Kammermusikerin gibt sie Konzerte im In- und Ausland.


Hintergrundmusik: Pierre Pütz (1849-1913): Les six Princesses. Polka pour Cornet à Pistons (1904), bearbeitet für Holzbläserquartett von Pierre Even - Holzbläserquartett der Wiesbadener Musikakademie (Wiesbaden 2008)


 

Luxemburger-Freundeskreis Rhein-Main e.V. | info@letzebuerg.de